10 Jahre Caritas Straßenambulanz |
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| „Straße macht krank!“ – Fotoausstellung im [ka:punkt] eröffnet Montag, 04.05.2009, 19:00 Uhr: Die Straßenambulanz, die mehrmals wöchentlich an unterschiedlichen sozialen Brennpunkten im Einsatz ist, ist aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, deshalb steht sie an diesem Abend auch mitten in der Grupenstraße. Gefeiert wird ein Projekt, dass seit 10 Jahren vom persönlichen Engagement der ehrenamtlich tätigen Ärzte, Fahrer, Krankenpfleger und von der tatkräftigen Unterstützung von Spendern und Sponsoren, wie der Inner Wheel Gruppe Hannover lebt. „Ohne den über Jahre engagierten Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter und ohne Inner Wheel gäbe es keine Straßenambulanz. Und ohne Straßenambulanz wäre Hannover um einiges ärmer“, stellte Gerhard Jürgens, Geschäftsführer der Caritas in seiner Begrüßungsrede fest und die zahlreich erschienenen Gäste aus Medizin, Politik und Gesellschaft stimmten applaudierend zu.“ „Wir feiern nicht nur 10 Jahre mobile Straßenambulanz, sondern wir hatten im letzten Jahr auch die 10.000te Behandlung im Rahmen dieses niedrigschwelligen Angebots zu verzeichnen“, so Dr. Cornelia Goesmann, Vorsitzende der Ärztekammer Niedersachsen, in ihrem Grußwort.“ „Von anfänglich 350 Behandlungen im ersten Jahr, sind wir mittlerweile bei 2.000 angekommen. Dies zeigt nicht nur den steigenden Bedarf, sondern auch, dass die Betroffenen großes Vertrauen zu dieser Art der ambulanten und weitestgehend anonymen Versorgung haben“, so Goesmann weiter. „Allerdings ist auch festzustellen, dass der Anteil junger Frauen stark zunimmt und die Ambulanz zunehmend von einer steigenden Armutsbevölkerung in Anspruch genommen wird.“ Michael Heuer, freier Journalist und Fernsehautor betrachtete in seinem Beitrag „Der Sozialfall im Blickpunkt der Medien“ die Situation der Menschen auf der Straße von einer ganz anderen Seite. Er erzählte von den persönlichen Geschichten der Betroffenen, die er noch am Morgen im Rahmen der ärztlichen Sprechstunde der Ambulanz im Männerwohnheim an der Schulenburger Landstraße besucht hatte. „Zum 1. Mai wurde in den Medien über vieles berichtet, über Maikäfer und Käfertreffen, aber es war keine persönliche Geschichte eines lebenden Menschen zu finden“, so Heuer. „Der Sozialfall im Blickpunkt der Medien ist nur noch eine Rarität. Nicht weggucken, hinsehen, fernsehen – wenn denn das Fernsehen Räume schafft, Sendeplätze“, so Heuers Forderung. „Dadurch, dass man vom Leben der Menschen berichtet, dabei sein eigenes Leben spiegelt, kann man mitfühlen, mit handeln. Die Geschichten sind ein Abbild sozialer Unruhe, die wesentlich mehr ausdrücken, als es Politik je kann.“ Geschichten sozialer Unruhe und Lebenssituationen von Menschen am Rande zeigen die Fotos in der Ausstellung „Straße macht krank!“. Dr. Ursula Lange, leitende Ärztin der Straßenambulanz, bedankte sich in ihrem Schlusswort herzlich für die gelungene fotografische Arbeit von Jan Lieske und zitierte den bekannten hannöverschen Fotografen Joachim Giesel: „Die Fotografie ist für mich das geeignete Medium, Menschen anderen Menschen nahe zu bringen.“ „Dies ist Ihnen mit den hier ausgestellten Fotos in besonderer Weise gelungen. Die Ausstellung „Straße macht krank!“ ist noch bis zum 24.05.2009 im [ka:punkt], Grupenstraße 8, 30159 Hannover
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