Aktionstag „Kinder sind mehr wert“ |
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5000 Kinder trommeln und schreien für mehr Bildung |
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| Hannover, 09.06.2009 Trommelkonzerte, Trillerpfeifen und helle Kinderstimmen waren schon von Weitem zu hören, als ich heute Morgen um 10:15 Uhr um die Ecke Holzwiesen/Laurinweg bog. Der Ruf „Kinder sind mehr wert“ schallte herüber. Der Märchensee in Hannover-Vahrenwald war umringt von 400 Kindern mit orange farbigen Kappen, selbstgebauten Trommeln und Luftballons der landesweiten Kampagne „Kinder sind mehr wert.“ Pünktlich um 10:30 Uhr wurde dann richtig Krach gemacht und die Kinder hatten trotz des Regens sichtlich Spaß an der Aktion. Aber wozu das Ganze? Die kleine Nele aus der Kindertagesstätte St. Franziskus brachte es im Interview mit dem NDR auf den Punkt: „ Wir möchten, dass Kinder allen mehr wert sind. Wir brauchen Platz zum Spielen und Lernen,“ und ein kleiner Junge ergänzte:“Wir wollen, dass die Leute merken, dass es uns gibt!“ Nicht nur in Vahrenwald waren die Kinder, Erzieherinnen und Eltern losgezogen, um bessere Rahmenbedingungen für ihre Kindertagesstätten zu fordern. An 40 Plätzen in Stadt und Region Hannover waren mehr als 5000 Kinder aus über 100 Kindertagesstätten unterwegs, um die Ziele der landesweiten Kampagne der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (LAG) in die Öffentlichkeit zu bringen. „Wir sind über die ständige Antwort der Landesregierung „Es ist keine Geld da!“ mehr als verärgert,“ so Andreas Bergmann von der LAG auf der vorangehenden Pressekonferenz am 04.06.2009. „Natürlich ist es wichtig, Krippenplätze zu schaffen, Sprachförderprogramme aufzulegen und ein beitragsfreies Kindergartenjahr vorzusehen, aber es müssen auch die Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten verbessert werden. Es ist in den letzten Jahren viel zur Entlastung der Familien passiert, aber die Bedingungen in den Einrichtungen haben sich seit 40 Jahren nicht verändert.“ So fordern Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und die Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit mit Unterstützung der städtischen Einrichtungen und Kinderladeninitiativen in Hannover eine Verbesserung der gesetzlichen Vorgaben für die Erziehungs- und Bildungsarbeit in niedersächsischen Kindertagesstätten. Zu den sechs Hauptforderungen gehören neben kleineren Gruppengrößen, besseren Raumstandards und mehr Verfügungszeiten für die Erzieherinnen auch die Verbesserungen der Rahmenbedingungen im Bereich der Qualifikation der pädagogischen Kräfte, die Freistellung der Leitung ab 60 Plätzen und die Gewährleistung von Fachberatung für maximal 50 Einrichtungen. „Jeder Cent, den wir in frühkindliche Bildung investieren, zahlt sich später aus,“ betont Andreas Bergmann und unterstreicht damit die hohe Bedeutung anforderungsgerechter Rahmenbedingungen. Die Aktion hatte eine große Presse- und Medienresonanz: Mehr Informationen zu den Forderungen und weiteren Aktionen der Kampagne erhalten Sie unter www.kinder-sind-mehr-wert.de. |
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