Sand im Getriebe - Kitas verschicken Sand ans Kultusministerium |
![]() |
Kindertagesstätten fordern im Rahmen der landesweiten Kampagne „Kinder sind mehr wert“ Verbesserungen für Einrichtungen |
|
| Mit einer erneuten stadtweiten Aktion haben die Kindertagesstätten in Hannover am Donnerstag, den 03.09.2009 auf die unzureichenden gesetzlichen Rahmenbedingungen in ihren Einrichtungen auf sich aufmerksam gemacht. Am Vormittag wurde aus den Sandkästen der Einrichtungen kräftig Sand in Briefumschläge geschaufelt und anschließend gemeinsam zum nächsten Postkasten gebracht und an die niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann verschickt. Mit dieser Aktion, die Teil des niedersachsenweiten Aktionstages am morgigen Freitag ist, wollen die Kindertagesstätten der Wohlfahrtsverbände und anderer Träger deutlich machen, dass es in den Kitas immer mehr knirscht, halt wie „Sand im Getriebe“. Bereits im Juni dieses Jahres forderten die Wohlfahrtsverbände mit einem hannoverweiten Aktionstag ihrer Kindertagesstätten bessere Bildungsbedingungen für die Kinder ein. 5.000 Kinder versammelten sich am 09.06.2009 auf Straßen und Plätzen in Hannover, um lautstark nach mehr Bildung zu schreien. In Ihrem Positionspapier fordert die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAGFW) eine bessere Kind-Fachkraft-Relation in den Gruppen, die verbindliche Bereitstellung der Verfügungszeit für pädagogische Fachkräfte, die angemessene Freistellung für Leitungsaufgaben, die Aufwertung der Raumstandards, eine gute Qualifikation der pädagogischen Kräfte und den stärkeren Einsatz von Fachberatung für die Kindertagesstätten. „Trotz gestiegener Anforderungen haben sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen 40 Jahren nicht wesentlich verändert“, so Ulrich Bensmann, Fachberater für Kindertagesstätten des Caritasverbandes Hannover e.V. „Wir haben in unseren Kindertagesstätten den niedersächsischen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich umgesetzt und unsere Einrichtungen stellen sich ständig den aktuellen gesellschaftlichen und familiären Erfordernissen, aber die vorhandenen personellen und institutionellen Rahmenbedingungen reichen nicht aus, um den gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag angemessen umzusetzen“, so Bensmann weiter. Mehr Informationen zur landesweiten Kampagne unter: www.kinder-sind-mehr-wert.de |
|