Der Verband

Morgens halb acht in Hannover

Parlamentarisches FrühstückParlamentarisches FrühstückFoto: Christiane Kemper

Zahlreiche Mitglieder des niedersächsischen Landtages, darunter auch Sozialministerin Cornelia Rundt, folgten, trotz der frühen Stunde, der Einladung der Caritas in Niedersachsen, um mit Führungsverantwortlichen der norddeutschen Caritasverbände zu diskutieren und sich über die sozialpolitischen Positionen des Wohlfahrtsverbandes der katholischen Kirche auszutauschen.

Der Tag begann mit einem Impuls von Martin Patzelt, Mitglied des Deutschen Bundestages.
"Integration gelingt nicht allein dadurch, dass man jedem Flüchtling einen Sozialarbeiter auf den Rücken schnallt", pointierte Patzelt in seinem Impuls und machte damit deutlich, dass  Integration und ein Heimatgefühl nur durch menschliche Nähe erreichbar ist.
Martin Patzelt  ist ein Politiker mit einer beeindruckenden politischen Biografie. Der Christdemokrat engagierte sich nach dem Mauerfall in der Bürgerbewegung Neues Forum und war acht Jahre lang Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder).
Im August 2014 rief er in einem offenen Brief Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, sie mögen darüber nachdenken, in ihren privaten Häusern und Wohnungen Flüchtlinge aufzunehmen.
Anschließend nahm Patzelt selbst zwei junge Männer aus Eritrea bei sich zu Hause auf.

Die anschließenden Gespräche bewegten sich rund um das Thema "Heimat" und wie Integration gelingen kann.
Auf den Plakaten der diesjährigen Jahreskampagne, die mit einem Blow-up auch am Gebäude der Caritas in Hannover in Szene gesetzt wurde, geht es um Menschen, die zusammen arbeiten und lachen, gemeinsam Sport treiben und in Freundschaft miteinander verbunden sind. Denn dafür setzt sich die Caritas ein: für eine offene Gesellschaft, in der wir einander Heimat geben.

Viele Menschen haben in den vergangenen Jahren ihre Heimat verloren. Sie sind vor Krieg, Vertreibung, Hunger und Not geflohen. Damit sie in Deutschland Heimat finden, müssen sich Einheimische und Zugewanderte öffnen und sich mit Respekt und Wertschätzung begegnen. Dieses Miteinander gut zu gestalten und Integration zu ermöglichen ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe in den kommenden Jahren, wozu die Caritas sozialpolitische Positionen erarbeitet hat.

Mehr Informationen zur Kampagne erhalten Sie unter: www.zusammen-heimat.de