Sucht

Kein Tabuthema!

Sucht im Alter

Suchterkrankungen im Alter sind keine Seltenheit und bleiben dennoch oft unbemerkt. Obwohl der Konsum, der Missbrauch und die Abhängigkeit von Alkohol im Alter abnehmen, ist von einer Entschärfung der Suchtproblematik nicht zu sprechen.  Tabak, Alkohol und Psychopharmaka führen auch im höheren Lebensalter zu Missbrauch und Abhängigkeit sowie  zu  möglichen schweren gesundheitlichen Schäden.

Die Zahl der älteren Personen, die eine Abhängigkeit von Alkohol, Tabak oder Medikamenten aufweisen, geht laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) in die Millionen. Bislang erhalten aber nur wenige angemessene fachliche Hilfe.

Das Thema "Suchtgefahren im Alter" stieß in Seelze auf großes Interesse

"Wir waren überrascht, wie viele Anwesende nach kurzer Zeit bereit waren, auch über persönliche Erfahrungen zu sprechen", sagt Frank Bleßmann, Psychologischer Psychotherapeut der Caritas.

Frank Bleßmann bei dem Vortrag vor dem Seniorenbeirat der Stadt SeelzeFrank Bleßmann zu Gast beim Seniorenbeirat SeelzeM. Kügler

Neben den so häufig gestellten Fragen:  "Was ist eine Abhängigkeit?" und "Sind Menschen süchtig, die jeden Tag ein Bier trinken?" ging es im Vortrag der Caritas Fachstelle besonders auch um Antworten auf die Frage: Welche Hilfen gibt es für Betroffene und Ihre Angehörigen? In der Diskussion mit den Senioren wurden auch alltägliche Konsumgewohnheiten und Rituale offen und lebendig thematisiert.

"Wir hatten den Eindruck, dass doch einige der Teilnehmer erfreut waren, dass ein Tabuthema, wie Alkoholabhängigkeit und Sucht in dieser Lebendigkeit und in diesem Kreis diskutiert werden konnte.", freut sich Margret Kügler, Teamleiterin der Fachstelle in Garbsen über die tolle Resonanz.

Wer selbst für sich oder für Angehörige Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann gerne, auch anonym Kontakt zu uns aufnehmen.

Und sollten Sie in Ihrem Verein, Kommune oder Pfarrgemeinde auch  einen Vortrag oder Abend zum Thema "Suchtgefahren" organisieren wollen, dann sprechen Sie uns gerne an.

Ihre Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Hannover und Garbsen